Firmenchronik

Kirchplatz 8, Butzbach um die Jahrhundertwende.

Seit 1741

Seit vielen Generationen gehört die Schreinerei Bang am Kirchplatz zu den renommiertesten Butzbacher Betrieben der holzverarbeitenden Zunft und kann heute auf eine außerordentlich lange Firmengeschichte zurückblicken. Die Bangschen Geschäftsräume, in denen das Bestattungshaus Bang untergebracht ist, befinden sich heute in der ehemaligen Lateinschule am Kirchplatz 7 – 8 direkt gegenüber dem Weidigschen Haus.

Die Bangsche Familientradition in Butzbach begründete vor 1741 der aus Allendorf an der Lumda stammende Johann Leonhard Bang ( geb. vermutlich im September 1713 ). Er kam 1741 mit 28 Jahren in unsere Stadt und heiratete am 25. Juli 1744 Maria Christina Katharina Marguth, die Tochter des bekannten „Landgräflichen Hofschreinermeisters und Fürstlichen Instrumentenmachers“ Andreas Marguth.

Johann Christoph Bang ( 6. September 1752 bis 2. September 1829 ), der Sohn von Johann Leonhard Bang, zog während seiner Wanderschaft als Schreinergeselle in jungen Jahren nach Süd-Ost-Europa und gelangte bis nach Pressburg. Leider ist das Wanderbuch von J. C. Bang nicht mehr erhalten. Um das Jahr 1770 hat er sich wahrscheinlich nach der Lehre bei seinem Vater auf Wanderschaft begeben und Anfang 1777 taucht er wohl über Wien kommend in Pressburg auf, wo er mehr als 2 Jahre bleibt und die Kunst der Holzschnitzerei erlernt. Zeugnis von seinem Aufenthalt gibt ein 1779 ausgestellter Zunftbrief, der sich heute im Familienbesitz befindet.
J.C. Bang brachte die Holzschnitzkunst nach Butzbach und ist für seine mit besonderer Präzision und Liebe zum Detail hergestellten Haustüren berühmt geworden. Für Butzbacher Bürger hat er alleine mehr als 20 davon angefertigt, noch heute sind einige von ihnen vorhanden. Eine Bangsche Tür befindet sich im Heimatmuseum von Butzbach.

Auf J. C. Bang folgte in der Familientradition sein Sohn Gernand Bang ( verstorben. 4.November 1876 ), danach Konrad Bang ( 2. Mai 1834 – 30.Oktober 1894 ) und Wilhelm Bang ( 23.Dezember 1874 – 9.März 1947 ).Von seinem Vater Hermann Bang ( 25. April 1914 – 27. Juni 1988 ) übernahm Wolfgang Bang den Betrieb. Hier begann er 1961 als 14-jähriger mit der handwerklichen Ausbildung, legte 1964 die Gesellenprüfung mit sehr gutem Erfolg ab, ebenso die Meisterprüfung und lieferte dabei eines der gelungensten Meisterstücke ab: eine höchst kunstvolle Vitrine, die in Gießen ausgestellt wurde.
Nach der Geschäftsübernahme von Wolfgang Bang vollzog sich ein für das Unternehmen bedeutsamer Wandel, denn die Werkstatt wurde 1983 / 84 aus der ehemaligen Lateinschule ausgelagert und in einem Anbau untergebracht.

Die Technisierung und Mechanisierung nahm bereits in den dreißiger Jahren ihren Anfang, als erste Maschinen aus Ellenfeld im Vogtland gekauft wurden. Der Maschinenpark wurde im Laufe der Jahre immer mehr erweitert und den Erfordernissen der Zeit angepasst. Zur Produktpalette von Butzbachs ältester Schreinerei zählten die Holzfensterfertigung, der Bau von Türen und Haustüren, der komplette Innenausbau, alle Glasarbeiten und die Lieferung von Kunststofffenstern.
Dem Betrieb traditionell angeschlossen war ein Beerdigungsinstitut, das Überführungen im eigenen Bestattungswagen vornahm und alle Formalitäten diskret und gewissenhaft erledigte. Wesentlichen Anteil an der Arbeit des Beerdigungsinstituts hatte Elfriede Bang, die Mutter von Wolfgang Bang und Gattin des verstorbenen Herrmann Bang. Sie erledigte seit 1945 die Buchführung des Betriebes, den sie 1947 an der Seite ihres Mannes übernahm, der an der Maschinenbau – und Gewerbeschule in Gießen seine theoretische und kaufmännische Ausbildung absolvierte. Dem Schreinermeister Wolfgang Bang stand seine Ehefrau Ingeborg Bang immer hilfreich und unterstützend zur Seite.

Die Eheleute Wolfgang und Ingeborg Bang legten stets größten Wert auf Qualität im Sinne des alteingesessenen Familienbetriebs. Der hohe Qualitätsanspruch wurde von Familie Bang auch im Hinblick auf die Nachfolgerfrage berücksichtigt. Am 1. März 2011 änderte sich die Firmenleitung erneut. Aus der Pietät W. Bang wurde das Bestattungshaus Bang. Der neue Inhaber – Dieter Meier und seine Ehefrau Anna Meier-Rhiel – leiten nunmehr die Geschicke der Firma. Die neue Firma – Bestattungshaus Bang – wird als reines Bestattungsunternehmen geführt. Die Räumlichkeiten wurden dahingehend umgebaut, dass ein ansprechender Ausstellungsraum, ein Beratungszimmer und ein Werkstattbereich entstanden.

Im Jahr 2015 hat Dieter Meier die Geschäftsräume erweitert. Es wurde ein neuer Bürobereich eingerichtet und es entstand die ,,Kirchplatzstube“. Nun konnte ein ansprechender Raum mit bis zu 50 Sitzplätzen zum Kaffee-Trinken nach einer Bestattung (3-5 Gehminuten vom Butzbacher Friedhof entfernt) oder für Seminare und Vorträge zu Verfügung gestellt werden.

Im Jubiläumsjahr 2016 feierte man das 275-jährige Bestehen der Firma Bang am historischen Kirchplatz in Butzbach mit verschiedenen Veranstaltungen, die durch das Jahr führten.

Zum 1. März 2021 fand ein Generationenwechsel im Bestattungshaus Bang statt. Peter Ugele übernahm zusammen mit seiner Frau Nadine Ugele die Führung des Traditionsunternehmens.

Peter Ugele absovlierte nach seiner Bäckerlehre die Meisterprüfung sowie den Betriebswirt des Handwerks.
Im Juli 2019 beendete er sehr erfolgreich seine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Die Familie Ugele hat hier in Butzbach ein neues Zuhause gefunden. Gemeinsam führen sie das Bestattungshaus Bang in neuer Generation mit großem Wert auf hohe Qualität und Standards im Hinblick auf den Wandel der Zeit und ebenso auf das lange Bestehen des alteingesessenen Familienbetriebs.

Das Bestattungshaus Bang ist ein zuverlässiger und vertrauensvoller Ansprechpartner und Begleiter mit allen ihr zu Gebote stehenden Möglichkeiten an der Seite derer, die einen Trauerfall in der Familie oder im Bekanntenkreis zu beklagen haben.